Regionalbudget 2020

Jetzt Zuschüsse für Kleinprojekte sichern

Was ist das Regionalbudget?
2020 haben die Bayerischen ILE-Regionen erstmals die Möglichkeit, eigenverantwortlich Kleinprojekte in deren Gebiet zu fördern. Dazu steht pro ILE ein jährliches Regionalbudget von maximal 100.000 € zur Verfügung. 90% davon stammen aus  Mitteln der Bund-Länder Aufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ und werden über das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken zur Verfügung gestellt Der Rest wird aus Eigenmitteln des ILE-Zusammenschlusses aufgebracht. Ziel des Regionalbudgets ist eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung zu unterstützen und die regionale Identität zu stärken.

Welche Projekte können gefördert werden?
Mit dem Regionalbudget können Kleinprojekte mit Nettogesamtkosten (Gesamtkosten abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, etc.) zwischen 625€ und 20.000€ gefördert werden, die

  • der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) und den Zielen der Bayerischen Landesentwicklung dienen
  • innerhalb der Grenzen des ILE-Zusammenschlusses liegen
  • bis spätestens 01. Oktober nachweislich abgeschlossen werden können
  • bislang noch nicht begonnen wurden (Eine Auftragsvergabe zählt schon als Projektbeginn)

Das können zum Beispiel sein: Gestaltung von öffentlichen Plätzen, Investitionen in Unternehmen der ländlichen Grundversorgung, Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements (inkl. Öffentlichkeitsarbeit) …

Wichtig ist, dass die Kleinprojekte den Zielen der ILE (siehe Auswahlkriterien) dienen und ein Nutzen für die Allgemeinheit erkennbar ist.

Welche Ausschlusskriterien gibt es?
Von einer Förderung im Rahmen des Regionalbudgets sind folgende Vorhaben ausgeschlossen:

  • Bau- und Erschließungsvorhaben in Neubau- Gewerbe- und Industriegebieten
  • Landankauf oder der Kauf von Tieren
  • gesetzlich vorgeschriebene Planungsarbeiten
  • Personalleistungen
  • laufende Unterhaltungs- oder Betriebskosten

Wer kann Projektträger sein?
Nahezu jeder, egal ob Privatperson, Verein, Unternehmen oder eine Mitgliedskommune der ILE. Wichtig ist, dass die Projektträger über die ausreichenden Mittel verfügen, da der Zuschuss erst nach Abschluss der Projekte und nach Prüfung der Verwendungsnachweise durch das ALE Oberfranken gezahlt werden kann. Unternehmen müssen eine zusätzliche De-minimis-Erklärung abgeben.

Wie hoch ist die Förderung?
Aus dem Topf des Regionalbudgets können Kleinprojekte mit bis zu 80% der Nettogesamtkosten, maximal jedoch bis zu 10.000€ gefördert werden. Der genaue Zuschuss ergibt sich aus der Punkte-Bewertung durch das Entscheidungsgremium. Bei Mittelknappheit kann es sein, dass der Fördersatz für alle Projekte niedriger angesetzt werden muss.

Wie läuft das Procedere?
Zwei Förderaufrufe sind bereits abgelaufen. Dabei konnten 19 Kleinprojekte ausgewählt werden, die eine Förderung erhalten. Für die Vergabe der letzten Restmittel, können Projektträger bis spätestens 11. Mai eine schriftliche Förderanfrage mit diesem Formblatt bei der ILE-Geschäftsstelle einreichen. Vorab ist es empfehlenswert, dieses Merkblatt durchzulesen und dann per Mail oder Telefon eine unverbindliche Auskunft einzuholen. Nach Ablauf der Frist wird ein Entscheidungsgremium anhand vorgegebener Auswahlkriterien über die Art der jeweiligen Förderung entscheiden.

Das Entscheidungsgremium bewertet die Projekte anhand folgender Kriterien:

  1. Welchen Beitrag leistet das Projekt für die Umsetzung der Ziele des ILEK:
    1. Für Tourismus und Naherholung
    2. Für die regionale Wirtschaft
    3. Für Infrastruktur und Daseinsvorsorge
    4. Für die regionale Bewusstseinsbildung
  2. Welchen Beitrag leistet das Projekt für die Ziele der Landesentwicklung:
    1. Gleichwertige Lebensverhältnisse
    2. Umwelt- und Landschaftsschutz
    3. Innenentwicklung und Aktivierung von Leerständen
    4. Demographischer Wandel und soziale Teilhabe
  3. Mögliche Zusatzpunkte:
    1. interkommunaler Charakter
    2. Bürgerbeteiligung
    3. Innovationsgrad

Der Fördersatz wird darüber hinaus noch von der Anzahl aller eingereichten/bewilligten Projekte und den verfügbaren Mitteln beeinflusst. Das Entscheidungsgremium achtet auch auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Kleinprojekte auf die gesamte Region.

Die ausgewählten Projektträger schließen daraufhin einen Vertrag mit der ILE, ab dessen Unterzeichnung mit den Projekten begonnen werden darf. Bis 01. Oktober muss ein Durchführungsnachweis mit Kostenaufstellung bei der ILE eingegangen sein. Die ILE fungiert als „Zwischenempfänger“ und meldet die Umgesetzten Projekte mit den jeweiligen Summen an das ALE Oberfranken. Bis Ende des Jahres können die Projektträger mit einer Auszahlung der im Vertrag vereinbarten Zuschüsse rechnen.

Wo finde ich weitere Informationen?
Zum Einstieg können Sie sich über den Förderaufruf der ILE und dieses Merkblatt des StMELF informieren.

Nachfolgend finden Sie alle weiteren Merk- und Formblätter zum Regionalbudget:

Hintergrundinformationen und aktuelle Meldungen zum Regionalbudget finden Sie auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) unter diesem Link.

 

 

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