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Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Aufseß

Unsere Mitgliedskommunen haben einiges zu bieten und sind immer einen Besuch wert. Hier finden Sie Informationen zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Aufseß, welche seit 2018 Genussort ist.

Felsengarten Neuhaus mit Himmelsstäuberer und Bergfriedhof
Hauptstr. 54, 91347 Aufseß/ Neuhaus
Neuhaus liegt umgeben von bizarren Felswänden am Oberlauf der Aufseß. Besonders die rechte Hangseite flussaufwärts schmückt ein imposantes Felsenpanorama, aus dem sich eine Felsennadel, der sogenannte „Himmelsstäuberer“, emporstreckt. Gekrönt ist diese mit dem Wappenwimpel der einstigen Gemeinde Neuhaus. An der Westseite fällt das Felsmassiv bis zu zwanzig Meter fast senkrecht ab.
Am Südhang liegt auf etwa halber Höhe der Bergfriedhof, in dessen Mitte bis 1892 die „Eccklesia Neuenhausz“ (Kirche Neuhaus) stand, darüber der Burgstall der Bergfeste Neidenstein aus dem 12. Jahrhundert.
Im Norden schließt der Schlosshof den Felsengarten ab. Hier erbauten um 1218 die Andechs-Meranier das „Castrum Newehaus“. Der Burgstall liegt auf einer vorspringenden Felsnase. Es sind noch Teile des Kreuzkellergewölbes und einige Mauerreste erhalten. Auf der linken Hangseite flussaufwärts schließt der Taschnerfelsen, ein eindrucksvoller Riffkomplex, den Ortsbereich ab. Im Dreißigjährigen Krieg soll hier ein Reiter bei Nacht und Nebel den Weg verfehlt haben und in die Tiefe gestürzt sein. Seit jenem Tag ziert ein Holzkreuz die Krone des Felsmassivs.

Neuhauser Wand (Taschnerfelsen)
Am nördlichen Ortsrand von Neuhaus Richtung Hollfeld
Ein beliebtes Ziel für Kletterer ist die Neuhauser Wand, die auch Taschnerfelsen genannt wird. An der Steilwand gibt es 23 verschiedene Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Bei geeigneter Witterung ist eine Besteigung zu jeder Jahreszeit möglich. Am Fuß der Wand in einer Einbuchtung findet sich eine kleine Kapelle, während am Gipfel eine Bank mit schöner Aussicht zum verweilen einlädt.

Brauereienweg
Seit dem 27. September 2000 steht Aufseß als Gemeinde mit der weltweit höchsten Brauereidichte im Guinnessbuch der Rekorde: auf je 350 Einwohner kommt eine Brauerei. In den vier Brauereien werden meist traditionell untergärige, dunkle Biere gebraut, die entlang des Brauereienweges in den Brauereigaststätten probiert oder mitgenommen werden können.

  • Brauerei und –gasthof Benedikt Stadter in Sachsendorf:
    Sachsendorf 26, 91347 Aufseß
    Im Jahr 1884 übernahm die Familie Stadter in Sachsendorf die Brauerei, welche urkundlich erstmals 1552 erwähnt wurde, aus der Auflösung des seinerzeit dort befindlichen Schlossguts. Das gut gehopfte, bernsteinfarbene Sachsendorfer Landbier wird heute noch nach Urgroßvaters Originalrezept gebraut und nur im eigenen Brauereigasthof ausgeschenkt. Eine Besonderheit sind während der Sommermonate die Erlebnisbrautage. Hier kann live miterlebt werden wie Bier nach alter Handwerkstradition gebraut wird.
  • Brauerei und –gasthof Rothenbach in Aufseß:
    Im Tal 70, 91347 Aufseß
    Im Jahr 1796 kam Jean Rothenbach infolge der napoleonischen Kriegswirren vom Elsass nach Aufseß. Im Jahr 1823 erwarb er das sogenannte „Wirtsgütlein“, der Grundstein für die später von seinem Enkel Johann erbaute Brauerei. Dieser kaufte für 3.000 Mark die gesamte Brauereieinrichtung vom Franziskanerkloster in Gößweinstein. Im November 1886 braute er unter Anweisung eines Franziskaner-Mönchs aus Gößweinstein seinen ersten Sud. Das Bier wurde zum größten Teil in der Wirtschaft ausgeschenkt, der Rest mit dem Pferdefuhrwerk an die umliegenden Zapfwirte geliefert. Erst nach dem Bau eines neuen Sudhauses 1953 wurde mit der LKW-Auslieferung begonnen. Die Brauerei wurde mehrfach umgebaut und erweitert, aber das Markenzeichen –den Bügelverschluss- hat man immer beibehalten. Gebraut werden Dunkles, Festbier, Weihnachtsbock und Hefeweizen. Der Brauereigasthof lädt zur Verköstigung der Biere ein. Brauereiführungen sind für Gruppen nach Voranmeldung möglich.
  • Brauereigasthof Kathi-Bräu in Heckenhof:
    Heckenhof 1, 91347 Aufseß
    Das ehemalige Schloss Heckenhof, das erstmals im Jahre 1498 an Balthasar von Aufseß als Lehen vergeben wurde, blieb 304 Jahre lang im Besitz der Familie von Aufseß, ehe es 1802 an den Wirt und Brauereipächter Johann Seeger verkauft wurde. Ab 1900 befindet sich das Schloss-Wirtshaus Heckenhof im Besitz der Familie Wilhelm Dorsch, deren Tochter Kathi ab 1954 bis zu ihrem Tod 1993 Chefin der Kathi-Bräu war. Seitdem ist Kathis langjähriger Braumeister Josef Schmitt Eigentümer der Brauerei mit zugehöriger Gaststätte. Im Sommer lockt der urige Biergarten viele Besucher und Motorradfahrer auch von weit her an.
    Brauerei-Gastwirtschaft Reichold in Hochstahl:
    Hochstahl 24, 91347 Aufseß
    Die Geschichte der Brauerei Reichold beginnt mit dem Erwerb der Brauerei durch Johann Simon Reichold 1906. Seitdem wurde sie stetig vergrößert und modernisiert. Heute gibt es in der Gastwirtschaft sowohl Bier als auch die fränkischen Spezialitäten aus der Hand der fünften Generation der Familie Reichold.

Schloss Unteraufseß und Schlosskirche
Schlossberg 92, 91347 Aufseß
Die Burg ist der Stammsitz der Freiherren von und zu Aufseß, die einst rund 50 Burgen und Schlösser sowie 43 Ortschaften besaßen. Erstmals erwähnt wurde die Burg 1327. Nach einigen Zerstörungen und Wiederaufbauten stammt die heutige Anlage aus dem Jahr 1677. Das älteste Burggebäude ist das Meingoz-Steinhaus, das wohl um 1136 errichtet wurde. Hier arbeitete der Begründer des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg, Hans von Aufseß, dessen Studierzimmer noch bis heute erhalten ist.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Schlosskirche. Bereits vor ihrer Errichtung stand an gleicher Stelle eine Kapelle, die mehrfach Kriegen zum Opfer fiel und danach im Stil der jeweiligen Zeit wieder aufgebaut wurde. Der jetzige wurde 1737-1742 unter Christoph Ludwig von Aufseß errichtet. Das Kircheninnere zieren eine Rokoko-Stuckdecke und ein Säulenaltar mit einem Gemälde der Kreuzigung. Außerdem finden sich im Altarraum drei barocke Grabsteine von Angehörigen derer von Aufseß.

Lindenallee
ca. 200m vom Schloss Unteraufseß entfernt.
In unmittelbarer Nähe zum Schloss Unteraufseß führt die beeindruckende Lindenallee in Richtung Hugoturm. Egal zu welcher Jahreszeit bezaubert sie mit ihrer natürlichen Schönheit.

Hugoturm
Ca. 1km von Schloss Oberaufseß entfernt
Der Hugoturm ist ein 1883 erbauter Aussichtsturm im Wald bei Schloss Oberaufseß. Der auf einem Steinpodest gebaute Rundturm kann aus Sicherheitsgründen leider nur von außen besichtigt werden.

Judenfriedhof
Ca. 800m nordwestlich von Aufseß, erreichbar über Brunner Weg und Obere Brücke
1722 kaufte Carl Heinrich von Aufseß der jüdischen Bevölkerung ein Grundstück zur Anlage einer Begräbnisstätte. Bis zur Errichtung eines eigenen Friedhofs 1786 wurden hier auch die Bayreuther Juden bestattet. Eine der letzten auf dem Friedhof beigesetzten Juden war Babette Fleischmann am 8. März 1933. Der Friedhof wurde in der Zeit des Nationalsozialismus 1937 geschändet, blieb danach jedoch weitgehend unberührt.

Galeriefelsen und Schweizerhaushöhle zwischen Aufseß und Oberaufseß
Im Tal 128, 91347 Aufseß
Vom Galeriefelsen aus erstreckt sich ein schöner Blick auf die Aufseß und das Aufseßtal. Die Aufseßer Theaterleut‘ nutzen den Platz zwischen Galeriefelsen und Schweizerhöhle jeden Sommer für ihre Aufführungen.

Märzenbecher Wald „Mühlholz“ bei Sachsendorf
Am Ortsrand von Sachsendorf
Das Naturschutzgebiet nahe Sachsendorf hat sich zu einem Biotop mit zahlreichen Jurapflanzen entwickelt. Jedes Frühjahr verwandelt sich das Tal in einen liebreizenden Märzenbecherwald, der mit diesen unter Naturschutzschutz stehenden Pflanzen entlang des Weges zu einem romantischen Spaziergang einlädt.

Schloss Oberaufseß
Oberaufseß 1, 91347 Aufseß
Das Schloß Oberaufseß erbaute Karl Heinrich von Aufseß 1690 aufgrund von Streitigkeiten mit seinem Bruder Friedrich. Das heutige Aussehen geht im Wesentlichen auf umfangreiche Umbauten in den Jahren 1779 bis 1781 zurück. Hierfür wurden Teile des Baus in Unteraufseß abgebrochen und nach Oberaufseß transportiert. 1890 erfolgte ein weiterer Ergänzungsbau mit Turm, weitere Anbauten kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts dazu.

Lehranstalt für Fischerei
Draisendorfer Str. 134, 91347 Aufseß
Die Lehranstalt wurde im Jahr 1980 errichtet. Zu ihren Aufgaben gehören die Abhaltung von Lehrgängen und Kursen zur Fischverwertung, die Züchtung von Salmoniden und die Erhaltung einheimischer Fischarten, wie die Bachforelle und die Äsche.

Kirche St. Johannes der Täufer Hochstahl
Hochstahl 12, 91347 Aufseß
Die katholische Pfarrkirche aus dem Jahr 1919 steht an der Stelle einer um 1629 erbauten Vorgängerkirche. Sehenswert sind der holzgeschnitzte Opferstock aus dem Jahr 1527, der aus der ehemaligen Wallfahrtskapelle St. Friedel stammt, und eine spätgotische Madonna (1470) aus der alten Hochstahler Kirche.

Kirche St. Matthäus Neuhaus
Hauptstraße 7, 91347 Aufseß
Die Kirche in Neuhaus wurde ab 1837 erbaut, erhielt jedoch erst 1937 ihre Weihung. Die Barrockaltäre wurden aus der Kirche von Ützing bei Staffelstein überführt, die wertvolle Madonna stammt aus dem Jahr 1710 und ist ein Erbstück der alten Kirche, welche bereits um 1500 am Friedhof stand.

Dorfkapelle Sachsendorf
Im Zentrum von Sachsendorf
An der Straße von Aufseß nach Hollfeld befindet sich im Ortsteil Sachsendorf eine wunderschöne kleine Kapelle. Vor allem am Abend ist sie einen Besuch wert, wenn sich das Licht der untergehenden Sonne im Glasmosaik an der Rückseite der Kapelle bricht und der Innenraum in einem beeindruckenden Licht erstrahlt. Zur Osterzeit schmücken die Frauen des Dorfes einen Osterbrunnen direkt neben der Kapelle mit rund 500 selbstbemalten Eiern.

Burgenstraße
Die Burgenstraße, die in Mannheim beginnend über Nürnberg bis nach Prag reicht, führt auch durch die Fränkische Schweiz. In der Gemeinde Aufseß können die Schlösser Ober- und Unteraufseß bestaunt werden.

 

(© Fotos: Bernd Lippert)